Es war einmal

Ich wurde 1961 geboren und wuchs im Fricktal auf.
Das Leben war damals magisch, wir lebten im Leichtsinn.
Wir hatten ein schönes, unbeschwertes Leben!
Alle meine Freunde und Freundinnen wurden wie ein Teil der Familie behandelt.

Wir gingen raus, um zu spielen, wir waren glücklich 😀 und haben aus Respekt ALLES gegessen, was unsere Mutter gekocht hat. Und keiner hatte auch nur irgend eine dieser neumodischen Allergien oder Unverträglichkeiten. Das lag wohl auch mitunter daran, dass wir den Sand aus dem Sandkasten gegessen haben, Äpfel und Kirschen von den Bäumen, OHNE unsere Hände 30x zu desinfizieren.
Wir haben unsere Kuchen und Süßigkeiten miteinander geteilt. Der Tages-Eintritt ins Freibad oder ein Eis hat wenig gekostet.
Nach der Schule haben wir unsere Hausaufgaben gemacht, um dann so schnell wie möglich mit dem Spielen zu beginnen.
Man konnte einen ganzen Tag auf dem Spielplatz oder einfach im Freien bleiben, ohne Geld.
Es war einmal
Er durfte leben – bis Heute
Wir spielten die ganze Zeit Fußball, fuhren mit Rollschuhen, Fahrrad oder Roller. Spielten mit Murmeln und Gummitwist, Hüpfen, Verstecken, Fangen, Räuber und Poli, … wir sind auf die Bäume geklettert 🌳, haben Baumhäuser gebaut, ohne dass jemand die Behörden rief und uns wegen Sachbeschädigung belangt hat.
Wir haben einen Berg mit den Herbstblättern gemacht 🍂 zum reinspringen ohne an die Mikroben zu denken.
Wir konnten unbesorgt durch die Nachbarschaft laufen. Auch spät Abends im Dunkeln. Wir mussten nicht mit Smartwatch oder Smartphone überprüft und be-helicoptert werden. Wir konnten die Uhr lesen. Sowohl digital, als auch analog. Wenn es hieß, sei um 7 zu Hause, waren wir das, mit einem Puffer von wenigen Minuten.
Wir fuhren Rad auf dem Gehweg ohne Helm oder Knieschoner, aber mit einem Stück Karton, das zwischen den Speichen steckte, um Motorradgeräusche zu machen 😆. Wir bauten uns Sprungschanzen aus Erde und Brettern, fielen hin, standen auf, fuhren weiter. Kein Pflaster oder Desinfektionsmittel musste auf die aufgeschürften Knie oder Ellenbogen.
Um uns mit unseren Kameraden zum Spielen zu treffen, gingen wir vor ihr Haus und riefen lautstark ihre Vornamen oder klingelten an der Tür.
Abends nach unserem Bad 🛀 haben wir unseren Schlafanzug und unsere Hausschuhe angezogen und spätestens 20.00 Uhr waren wir im Bett 😴 ohne zu reden. Ohne Handy. Ohne Fernseher.
Wir haben uns gefreut, wenn die Wettervorhersage schönes Wetter für den Tag danach vorhersagte 🌤️ denn das war alles, was uns wichtig war, wissend, dass wir morgen draußen spielen konnten. Keine sozialen Medien, keine 📱 und wir wussten nicht, was wir hätten damit anfangen sollen, weil wir Freunde, Freundinnen und einen ⚽ hatten.
Wir hatten vor nichts Angst und um unsere älteren Menschen mussten wir uns keine Sorgen machen.
Niemand war böse, weil wir uns aufeinander verlassen konnten 🤝.
Uns wurde dieser Respekt gegenüber Anderen beigebracht.
Bei Sonnenuntergang wussten wir, dass es Zeit ist, nach Hause zu gehen 🏡.
Wir gingen gerne zur Schule 💼, weil uns beigebracht wurde, die Lehrer zu respektieren 🎓 und es war eine Freude, unsere Klassenkameraden und Freunde jeden Tag zu sehen 🧒👧.
Wir sollten öfter über all‘ diese glücklichen Momente nachdenken 💭, denn wir sind verloren in einer Gesellschaft, in der es immer weniger Respekt, Autorität, Mitgefühl oder Wohlwollen für andere gibt 😔.
Der GESUNDE Menschenverstand verliert haushoch, genau wie das Verständnis von Gut oder Böse, von richtig oder falsch. Wir vegetieren in einer Gesellschaft, in der jeder nur noch an sich denkt. An andere denken, geht nur noch mit Groll. Oder mit Anwalt.
Vergesse nie, woher du kommst….
denn es sollte nicht heissen es war einmal sondern das ist unser Ziel !